Betriebsbesichtigung bei der Firma Zechel

Umweltfreundliche Produktion ist sehr wichtig.

Altlussheim. Die Ortgruppe der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) besuchte zusammen mit der Landtagsabgeordneten Rosa Grünstein die Firma Zechel-Pappteller. Die Gruppe wurde durch die Firmenspitze eingangs ausführlich informiert und durch das Firmengelände geführt. Betriebsleiter Jürgen Ballreich berichtete über die Anfänge der Firma, die 1973 mit einer Papptellermaschine in Hirschacker gegründet wurde.

Vom Hirschacker an den Rhein

Im Jahre 1979 fand der Umzug nach Altlußheim statt, elf Jahre später wurde die Produktionsfläche auf 1100 Quadratmeter erweitert, 1995 fand die Erweiterung der Lagerfläche auf 1500 Quadratmeter statt. Im Jahr 2005 erwarb die Firma Hosti aus Pfedelbach die Gesellschaftsanteile. Zurzeit laufen 30 Papptellermaschinen in Altlußheim und verbrauchen dabei etwa 3500 Tonnen Karton im Jahr. Wie Jürgen Ballreich weiter informierte, legt die Firma Zechel Wert darauf, alle Produkte aus Papier ohne optische Aufheller herzustellen.

Herstellung aus finnischem Holz

Dafür werden Papptellerrohmaterialien aus finnischem Holz hergestellt, denn nur hier ist dieses hochwertige unaufgehellte und ungebleichte Grundmaterial zu beziehen. So wird eine umweltfreundliche Produktion aller Zechelprodukte möglich.

Gewährleistet wird ein immer gleich guter und in allen Bereichen und Produktionsstadien überprüfbarer Produktionsablauf durch eine ISO-Zertifizierung. Das Ergebnis seien weiße unbeschichtete Pappteller und –schalen sowie Kuchen- und Tortenscheiben, die ihre Abnehmer im Bäckereibedarf (Bäko) und bei anderen Großhändlern in ganz Deutschland und auch im Ostblock finden, erläuterte Ballreich den aufmerksamen Zuhörerinnen.

Durch die Spezialisierung auf den Bäckereibedarf wird die Herstellung saisonunabhängig und unterliegt nicht den Unabwägbarkeiten von Modetrends wie etwa den stets sich verändernden Tellerdekors.

Rücksicht auf Nachbarn

Jürgen Ballreich machte namens der Betriebsleitung auch deutlich, dass man sich auch um ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn kümmere, daher achte man darauf Lärmbelästigungen durch An- und Ablieferung (Lkw kommen nicht schon um sechs Uhr morgens) und durch die Produktion selbst – so gut es gehe – zu verhindern. Auf der angrenzenden Straße sei vom Produktionsablauf nichts mehr zu hören.

Wie die Altlußheimer Sozialdemokratinnen weiter bei ihrem Besuch erfuhren, weiß die Firma Zechel auch die Erfahrung und den Einsatzwillen ihrer Mitarbeiter zu schätzen und zu würdigen. Sichtbar sei dies an der Langjährigkeit der Beschäftigungsverhältnisse: Zehn Mitarbeiter seien bereits über zehn Jahre Betriebsangehörige, drei sogar schon seit mehr als 25 Jahren im Betrieb.

Pressebericht aus der Schwetzinger Zeitung vom 27.08.2010

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