Hohenloher Tüftler

Die Gründung und Entwicklung der Firma Hosti erzählt eine dieser faszinierenden Geschichten von Flucht, Vertreibung und Wiederaufstieg im deutschen Wirtschaftswunder. Von Bessarabien führte der Weg von Emil Stickel über das Sudetenland nach Stuttgart und schließlich nach Öhringen-Untersöllbach. Dort gründete er 1949 seine Firma und stellte Pappteller her. „Unter Vater steckte immer voller Ideen“, sagt Markus Stickel lachend. Er ist das jüngste von acht Kindern, die Emil Stickel und seine Frau Eva großgezogen haben und wurde vor kurzem zum weiteren Geschäftsführer des Unternehmens bestellt. Er leitet Hosti gemeinsam mit Hansjörg Stickel, einem der zahlreichen Enkel des Firmengründers. Inzwischen hat sich Hosti, das 1984 aus Platzgründen an den heutigen Firmensitz nach Pfedelbach umsiedelte, zum größten Hersteller von umweltfreundlichem Einweg-, Party- und Freizeitgeschirr in Europa mit Hauptmärkten in Deutschland, Frankreich, England, der Schweiz und Österreich entwickelt.

Dafür sorgten die Ideen von Emil Stickel und seinem ältesten Sohn Siegfried Stickel sowie das technische Talent des zweitältesten Sohnes Gunter Stickel, die beide über 40 Jahre an der Spitze von Hosti standen. „Unser großer Vorteil ist der eigene Maschenbau, so können wir deutlich effizienter arbeiten als die Konkurrenz“, betont Markus Stickel. Vor allem Gunter Stickel hatte begonnen, die Maschinen exakt auf den Bedarf von Hosti weiterzuentwickeln. Diesen Weg hat das Unternehmen mit seinen rund 230 Mitarbeitern an den drei Standorten Pfedelbach, Hebertshausen bei München und Altlußheim konsequent weiterbeschritten und konstruiert inzwischen die Prägewerkzeuge selbst. „Durch unser Know-how im Maschinenbau konnten wir unsere Maschinen deutlich sparsamer und bis zu 30 Prozent schneller machen“, schildert Markus Stickel.

Auch der Vertrieb hat deutlich an Bedeutung gewonnen. „Wir bieten zunehmend Vollsortimente für Märkte und Discounter an und vertreiben inzwischen rund 100 Artikel“, so Hansjörg Stickel. Hinzu kommt eine riesige Vielfalt an Farben und Designs. „Gerade in Frankreich spielen die Designs eine ganz wichtige Rolle“, erläutert Hansjörg Stickel. Auch biologisch komplett abbaubare Teller hat das Unternehmen im Angebot. Überhaupt legen die Pfedelbacher großen Wert auf Umweltfreundlichkeit. „Wir haben stark auf Energiesparmaßnahmen gesetzt und unseren Restmüll in den vergangenen Jahren von 70 auf 16 Tonnen senken können“, sagt Markus Stickel.

Von der Wirtschaftskrise spürt der Pfedelbacher Hersteller bisher wenig, eher schielt man auf den Wetterbericht. Denn Partygeschirr ist ein absolutes Saisonprodukt, im Frühjahr und Sommer arbeitet Hosti im Dreischichtbetrieb. So wünscht man sich im Jubiläumsjahr vor allem schönes Wetter: „Wenn jetzt so richtig die Sonne rauskommt, brummt es bei uns“, schildert Markus Stickel. Dass dann die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Unternehmens bis zum Herbst warten müssten, würden die Hosti-Geschäftsführer und ihre Mitarbeiter gerne in Kauf nehmen.

Presseartikel aus pro, Magazin für die Region Heilbronn-Franken von Thomas Zimmermann, Ausgabe Nr. 5/2009

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